Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus

29.1. – 24.4.2022
Walter Swennen

Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus,
Museumstr. 52, 8400 Winterthur

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29. Januar bis 24. April 2020
Walter Swennen
Phantom der Malerei
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Vernissage: 28.1.2022, 18 bis 20.30 Uhr
Begrüssung durch Eberhard Fischer, Vizepräsident des Kunstvereins Winterthur. Einführung durch Konrad Bitterli, Direktor des Kunst Museum Winterthur.
Die Ausstellung ist von 18 bis 20.30 Uhr geöffnet.
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Walter Swennen (*1946 in Brüssel) ist ein eigentlicher «artists’ artist» – ein Maler, der abseits der gängigen Trends für unzählige jüngere Kunstschaffende zur Inspiration wurde. Einem breiteren Publikum ist sein malerisches Schaffen indes noch kaum bekannt, obschon er von internationalen Galerien vertreten wird und sein Werk in Belgien durch zahlreiche Ausstellungen in bedeutenden Museen gefeiert wurde.

Im Ausstellungstitel Das Phantom der Malerei klingt Swennens Überzeugung an, wonach das, was ein Gemälde als Motiv wiedergibt, nie identisch mit dem Bild selbst ist und Motiv und Malerei dennoch untrennbar miteinander verwoben sind. Mit seinem bildskeptischen Ansatz führt Swennen die inhaltlichen Untersuchungen des belgischen Surrealisten René Magritte gleichermassen fort wie die reflexiven Strategien von Marcel Broodthaers. Auf der Suche nach einer Malerei, die jede Form von Eindeutigkeit unterläuft, schöpft Swennen aus einem breiten Motivfundus, der belgische Comic‐Traditionen ebenso umfasst wie philosophische und belletristische Literatur, Enzyklopädien und Werbelogos. Dabei bezieht er sich in seinem Schaffen gleichermassen auf die konstruktive Kunst, den Surrealismus und die Pop‐Art wie auf die Wiederentdeckung der Malerei in den 1980er Jahren, die er mit seiner subtilen Form des «bad painting» und seinem Bild‐ und Sprachwitz massgeblich beförderte.

Die retrospektiv angelegte Präsentation, realisiert in enger Kooperation mit dem Künstler, dem Kunstmuseum Bonn und dem Kunstmuseum Den Haag, ist Swennens erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz: Seine raffinierte Malerei ist auf jeden Fall eine Entdeckung.

Kurator: Konrad Bitterli