Kunstmuseum Winterthur | Beim Stadthaus

one is so public, and the other, so private one is so public, and the other, so private one is so public, and the other, so private one is so public, and the other, so private one is so public, and the other, so private Kunstmuseum Winterthur, © Henriette Coray Loewensberg, Foto SIK-ISEA Philip Hitz Kunstmuseum Winterthur, © ProLitteris Zürich, Foto SIK-ISEA, Philip Hitz

Kunstmuseum Winterthur | Beim Stadthaus
Museumstrasse 52, 8400 Winterthur

7.9. - 17.11.2019
Thea Djordjadze
(Vernissage: 6.9.2019, 18.30 Uhr)
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13.4.2019 – 2.2.2020
Konstruktives Kabinett - Max Bill und die Zürcher Konkreten
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Thea Djordjadze
one is so public, and the other, so private.

Die georgische Künstlerin Thea Djordjadze tritt seit einigen Jahren mit Rauminstallationen hervor und zieht international ein grosses Interesse auf sich. Nun widmet ihr das Kunst Museum Winterthur die erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz.

Das skulpturale Werk Thea Djordjadzes ist nicht immer auf den ersten Blick als solches zu erkennen. Oft schafft die Künstlerin raumgreifende Installationen, die sie erst in situ als Reaktion auf den konkreten Raum oder den Kontext einer Institution entwickelt. Ihre künstlerische Praxis greift zuweilen tief in die institutionellen Strukturen ein und könnte als Prozess des andauernden Kontextualisierens, Rekonfigurierens und Neuordnens vorhandener und neuer Objekte verstanden werden, gewissermassen als Zustand eines permanenten Provisoriums. Diese Vorläufigkeit ist ihren Skulpturen aus meist «armen» Materialien eigen. Oft scheinen sie von zerbrechlicher Natur zu sein, für den Moment geschaffen, mit einer gewissen Offenheit, der die Künstlerin erst im Moment der Ausstellung eine gültige Form verleiht – zumindest auf Zeit. Für ihre Einzelausstellung 2017 in der Pinakothek der Moderne realisierte sie überdimensionierte, den Raum strukturierende Vitrinen, in denen sie eine Auswahl von Papierarbeiten der Staatlichen Graphischen Sammlung München präsentierte. Zugleich gestaltete sie bequeme Sitzinseln für die Besucherinnen und Besucher.

1971 in Tiflis, Georgien, geboren, studierte Djordjadze an der Kunstakademie Tiflis, der Gerrit Rietveld Akademie und der Kunstakademie Düsseldorf. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihr Schaffen war an internationalen Gruppenausstellungen, u.a. an der 5. Berlin Biennale (2008), an der DOCUMENTA 13 in Kassel (2012) und an der 56. Biennale Venedig (2015) sowie in Einzelausstellungen in der Malmö Konsthall (2012), im MOMA / PS1, New York (2016), in der Wiener Secession (2016) und im Portikus Frankfurt (2018) zu sehen. Für das Kunst Museum Winterthur wird die Künstlerin neue raumgreifende Installationen entwickeln.
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Konstruktives Kabinett - Max Bill und die Zürcher Konkreten
«ich bin der auffassung, dass es möglich sei, eine kunst weitgehend auf grund einer mathematischen denkweise zu entwickeln.» Mit diesem Credo brachte Max Bill (1908–1994) den Grundsatz der konkreten Kunst auf den Punkt. Seit Mitte der 1930er Jahre war Bill der Wortführer einer Bewegung, die sich im Kontext der Moderne auch in der Schweiz mit einer gegenstandslosen, geometrischen Formensprache auseinanderzusetzen begann und die als Zürcher Konkrete international bekannt wurde.
Neben Architektur, Design, Typographie und Grafik war er vor allem auch als Bildhauer und Maler tätig. Diesem künstlerischen Aspekt seines Werks richtet das Kunst Museum Winterthur nun eine Kabinettsausstellung aus. Neben Bill werden auch seine Weggefährten der Zürcher Konkreten vertreten sein: Camille Graeser (1892–1980), Verena Loewensberg (1912–1986) und Richard Paul Lohse (1902–1988), die den Kern der Bewegung bildeten.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus den umfassenden Beständen der Sammlung des Kunst Museum Winterthur, ergänzt mit bedeutenden Leihgaben aus Privatbesitz.