Irma Städtler

Bio

geboren 1956 in zollikerberg zh
1977-1980 kunstgewerbeschule zürich
seit 1980 selbständige tätigkeit


Ausstellungen

1986 galerie im weissen haus winterthur, zürich-land effretikon
1987 junge schweizer-künstler kunstmuseum winterthur
1990 kultursagi
1992 galerie altgass hegnau mit heidi etter
1992-2000 dezemberausstellung künstlergruppe winterthur
1993 galerie pendenz winterthur
1994 und 1997 kunstkeller bern mit mili jaggi
1997/98/00 rw fine arts collection, gruppenausstellung, winterthur
1998/2001 atelier alexander winterthur mit heidi etter
1999 kunsttreppe galerie a6, gruppenausstellung
1999 skulpturenausstellung mettlen, bern
1987 kunststipendium des kantons zürich
1997 katalog, skulpturen 1994-1996 text: dorothe freiburghaus kunstkeller bern

ankäufe durch die kunstkommissionen des kantons zürich und stadt winterthur


Diverses

mensch und raum

sie scheinen aus dem stein ans licht zu drängen, die menschenfiguren der 45-jährigen bildhauerin irma städtler. kopf, hände, füsse sind greifbar, der körper hat sich noch nicht aus dem block gelöst. mag der stein auch einengen, er bleibt doch behausung. und schutz, nicht nur dort, wo die künstlerin um die figur einen architektonischen raum, eine kammer bildet. andere existentielle erfahrungen drücken jene skulpturen aus, bei denen verschiedene körper ineinanderreifen, menschen miteinander verbunden oder verflochten sind. die lange menschenreihe, die städtler aus einem labyrinth heraustreten lässt, betont das
gemeinsame und zeitlos wiederkehrende vieler generationen. mit ihrer schlichten eindringlichkeit erinnern die figuren an romanische plastiken an säulenkapitellen und kirchenportalen. der helle, lichtdurchlässige alabaster unterstreicht ihr geheimnis.

text: barbara handke