Thomas Stamm

65 x 77 cm 60 x 70 cm 65 x 80 cm

Bio

geboren am 15.7.1947 in winterthur. nach abgebrochenem romanistikstudium hinwendung zur malerei. autodidakt.


Diverses

technik:
tempera auf graukarton, „zeitweise collagen mit wellkarton und papiersäcken“

zahlreiche ausstellungen in winterthur, zürich, bern, im kanton graubünden und in novara, italien

im schöpferischen prozess steht bei stamm ganz am anfang immer die tragende idee. einen solchen zündenden, spontanen einfall hält der künstler zunächst in knappen stichworten schriftlich fest. die künstlerische gestaltung und die geistige auseinandersetzung mit dem gewählten thema folgen in der regel erst später.
(landbote, h-r. b. 1977)

das sichtbare ist nicht das wirkliche, verliert es doch mitunter durch spiegelung eine seiner dimensionen oder gewinnt gar eine hinzu. (nzz, p. wd. 1977)

seine landschaften, realistisch und doch traumhaft (...) verbergen oft ein geheimnis. („bund“, c. l. 1979)

dieses prinzip besteht darin, dass thomas stamm naturformen zum ausgangspunkt seiner bildgestalt nimmt und diese durch seine phantasie umformt. (landbote, h. k. 1982)

menschen sind in den landschaften nicht sichtbar, sie sind aber dennoch anwesend, sei es in form der oft auftauchenden schiffe, sei es durch die zeugnisse ihrer eingriffe. (...) der maler betont das eigenleben der gegenstände, wie es spielzeuge für kinder haben. tatsächlich strahlen die bilder etwas kinderbuchartig-illustratives aus und regen durch ihre narrative detailfreude zum verweilenden schauen an. (landbote, f. m. 1993)

stamms kompositionen wirken wie rare momente, an denen er einen teilhaben lässt. thomas stamm interessiert sich dafür, sichtbar zu machen, was anderen dimensionen angehört. (landbote, k. g. 1997)

stamm will „etwas hässliches so malen, dass es schön wird“. (...) denn seine neugier und ironie suchen immer wieder nach jenen realitäten, die die offensichtliche wirklichkeit in frage stellen: wünsche, sehnsüchte, neue dimensionen. stamm entfesselt das meer in aquarium. und wie lange, scheint der maler zu fragen, wird es dauern, bis das wasser im seemannskoffer auf den zimmerboden sickert? (tages-anzeiger, bhs. 2000)