Theres Wey

Foto K. Fülscher Pigmente und Handschrift Tusche auf Fabrianopapier Ausstellung 2010 Gerold Späths Künstlerbücher alte Fabrik Rapperswil öl auf Sperrholz 2001 und Fotografien 50x70 cm, 2001 vorne: seerosenteich, 2000/ öl auf sperrholz, ø 110 cm/ hinten: hinten: o.t., 1999–2000 öl auf leinwand, je 58 x 68 cm 55 x 45 cm, eitempera auf leinwand

Bio

1954 geboren und aufgewachsen in zürich
1976 arts plastiques, sorbonne, paris
1977-82 schule für gestaltung zürich (heute zhdk, diplom)
1982/83 reise durch algerien, niger, benin
1990 aufenthalt in rom
1991 geburt von miriam
lebt mit thomas rutherfoord und miriam in Winterthur
2008/9 aufenthalt in paris und venedig


Ausstellungen

einzelausstellungen:
1987 bistro galerie altdorf
1995 pulsart galerie, winterthur
1999 galerie marie louise wirth, zürich
2000 forum vebikus,Kammgarn schaffhausen
2002 galerie ge, winterthur
2004 kunsthalle winterthur (mit theo hurter)
2006 kunsttreppe winterthur (mit brigitte stadler)
2010 galerie visarte, zürich
2011 galerie claudine hohl, zürich

gruppenausstellungen:
1986 kunsthaus oerlikon, zürich
1989 frau und raum, kulturzentrum kanzlei, zürich
1990 salon, shedhalle zürich, katalog
1991 absehbar, ausstellung der ateliers auf dem schöllerareal, zürich
1991kulturzentrum kammgarn, schaffhausen
1994-ein artig kommen und gehen, hauptbahnhof zürich
-46x zweidimensional, haus für konstruktive und konkrete kunst, zürich
-schöller, 20 künstlerinnen des schöllerareals
1995- kunsthalle winterthur, mit brigitte stadler und monika sennhauser
-inventar, helmhaus, katalog
1997 freiräume, galerie ge marie louise wirth, winterthur
1998 buch, bücher, buchobjekte, galerie ge marie louise wirth, winterthur
1999- freunde des objektiven wohnens, stiftung binz 39, zürich
-kleinformate, galerie am platz, eglisau
2000- universalkasten: kunstprojekt der galerie howeg zürich in lana, italien,
galerie wolfensberg zh, trudelhaus baden ,museum wiesbaden(2001)
-kleinkunst, galerie ge silke hopf, winterthur,
2001-Malerei?malerei! kunstmuseum des kanton thurgau, kartause ittingen, katalog
-winterthurer künstler, rw fine arts collection limited, winterthur
-kunsttreppe winterthur
2002 dialog, galerie del mese- fischer, meisterschwanden, aargau
2003- zwischen tradition und innovation, schloss wartenfels, lostorf
-galerie maurer zürich, künstlergruppe winterthur
2005 metropolzürich, künstlergruppe winterthur
2009 87x universalkasten, künstler der edition howeg, kunstzeughaus rapperswil
2001 gerold späths künstlerbücher, alte fabrik rapperswil
2011 "77 universalkasten" kunstraum R57 zürich

1986-97 kunstszene zürich (jurierte und unjurierte ausstellungen)
1994-2012/13 dezemberausstellungen der künstlergruppe winterthur (juriert)

1986-1997 teilnahme an jurierten und unjurierten ausstellungen der kunstszene zürich
1994-2012/13 teilnahme an den jurierten dezemberausstellungen der künstlergruppe
winterthur im kunstmuseum winterthur


Publikationen
Mein Lac de Triomphe 2009, Gerold Späth, Bilder TW (9 Künstlerbücher)
Theres Wey, unabbildbare Bilder, Kunsthalle Winterthur Remiseverlag 2004
Malerei? Malerei! Kunstmuseum des Kanton Thurgau 2001
Was steht denn vor der Tür? Shedhalle Zürich 1990


Preise & Stipendien

arbeiten in öffentlichen sammlungen kanton zürich, stadt winterthur und landbote winterthur
kunststipendium des kantons zürich 1994
maler dünner förderpreis , winterthur 1998
reisestipendium des kunstvereins winterthur nach new york 2001

2008/9 atelier der visarte zürich, cité des arts, paris
2009 spazio culturale svizzero di venezia

Publikationen
Mein Lac de Triomphe 2009, Gerold Späth, Bilder TW (9 Künstlerbücher)
Theres Wey, unabbildbare Bilder, Kunsthalle Winterthur Remiseverlag 2004
Malerei? Malerei! Kunstmuseum des Kanton Thurgau 2001
Was steht denn vor der Tür? Shedhalle Zürich 1990


Diverses

aus der rede von christine jenny, wissenschaftliche assistentin am kunstmuseum winterthur, anlässlich der erstmaligen verleihung des maler dünner förderpreises vom 8. märz 1998:

«die bilder von theres wey sind unspektakulär. mit ihrer aussergewöhnlich feinen, leichten farbgebung drängen sie sich nicht auf. sie halten sich zurück, bis wir uns ihnen zuwenden und uns mit ihnen beschäftigen. wenn wir ihnen jedoch unsere aufmerksamkeit schenken, stellen wir fest, dass sie raum schaffen.
dieser eindruck, dass die bilder einen raum eröffnen, rührt massgeblich von der verwendung der farbe gelb her. seit 1991 malt theres wey mit gelb und weiss. mit dieser beschränkung hat sich gleichzeitig die bandbreite der möglichen gelbwerte erweitert. nicht die signalwirkung des gelb steht im vordergrund, sondern vielmehr die vielfalt der verschiedenen gelbwerte, die beim indisch- oder neapelgelb gar bis ins rötliche gehen können.
neben dem farbwert ist der farbauftrag bei diesen bildern wichtig. die künstlerin trägt die farbe so dünn auf, dass sie wie ein hauch von gelb über der leinwand schwebt. diese transparenten farbschichten, zusammen mit den zuweilen sich auflösenden konturen und überlagernden formen bewirken eine verunsicherung in der betrachtung. es ist, als würden wir die augen zusammenkneifen, um im gegenlicht eine form ausfindig zu machen, die wir zu erahnen meinen. derart betrachtet thematisieren die gelben bilder von theres wey das ephemere, das feine, das fragile.
doch mit der farbe gelb assoziieren wir nicht nur das sonnenlicht, sondern auch die sonne selbst. in der chinesischen kunst ist jeder himmelsrichtung eine farbe zugewiesen. dem zentrum, um das sich alles dreht, ist die farbe gelb zugeordnet. wenn wir die bilder von theres wey unter diesem aspekt nochmals betrachten, stellen wir fest, dass das fragile, ephemere, fest im bild verortet ist. einmal ist die bildfläche mit einer rechteckigen form, ein andermal mit einer runden besetzt.
diesen bildern liegt die wahrnehmung einer realen situation zu grunde: der blick der malerin durch die holzlatten im oberen lettenbad in zürich auf die darunter fliessende limmat. diesem nebeneinander von statik (der holzlatten) und fliessen (des wassers) wollte sie eine form geben.
die nachfolgenden bilder haben sich allmählich davon gelöst. sie sind nicht mehr
als darstellung einer ausserbildlichen realität zu verstehen. das, was sie darstellen, die farbe gelb, das licht, der lichtraum selbst sind durchaus real. das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass theres wey ihren bildern keine titel mehr beifügt, im gegensatz zum ersten bild dieser werkgruppe, das noch „lettenbad unpolitisch“ hiess und damit an die situation anfangs der neunziger jahre in zürich denken lässt.
bildqualitäten, wie sie die malerei von theres wey auszeichnen, lichte farbgebung und dünner auftrag, werden oftmals als schwäche verstanden und damit leicht unterschätzt. sie bergen aber die kraft des feinen und leichten in sich.eine kraft, die wir oft erst dann wahrnehmen, wenn uns eben dieses unfassbare und schwer wahrnehmbare fehlt. eine kraft, die sich langsam im stillen entfaltet.
in der fülle an visuellen eindrücken, denen wir täglich begegnen, wirken die bilder von theres wey wie ein moment des innehaltens, der reinigung, der klärung. und sie eröffnen uns neue räume.»