Martin Schwarz

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Bio

1946 in winterthur geboren und aufgewachsen. 1963-1967 ausbildung zum graphiker-lithographen beim künstler heinz keller, und besuchte die kunstgewerbeschhule zürich. seit 1968 freischaffender kunstmacher. lebt in winterthur und bartenstein. seit 1992 ist er verheiratet mit therese schwarz-steiner und vater von zwei kindern.


Ausstellungen

1969 galerie im weissen haus, winterthur
1972 galerie artischock, zürich
1975 galerie handschin, basel
1975 galerie die brücke, wien
1978 württemberigscher kunstverein, stuttgart
1981 kunsthaus zürich (im erdgeschoss)
1981 galerie 57, biel
1982 galerie klein, bonn
1983 galerie severinswall 19, köln (mit h.r. giger)
1984 kunstmuseum winterthur
1984 galerie scapa, bern
1985 galerie a16, zürich
1988 galerie nada relic, zürich (mit felix keller)
1991 hohenloher kunstverein, langenburg
1992 schloss weikersheim
1994 nietzsche-haus, sils maria
1994 gottfried keller-zentrum, glattfelden
1994 kunstkammer-eröffnung im schloss bartenstein
1996 galerie streitenfeld, oberursel
1998 leipziger stadtbibliothek / kunstmuseum winterthur, dezemberausstellung
(künstlergruppe winterthur)
1999 schloss wärtenfels a traumschloss-schlosstraum/1
1999 naturkundemuseum leipzig a die natur der phantasie
1999 kunsthalle burgdorf a das leben von ideen
2000 galerie graphes, luc monod, paris a, fantasies avec livres
2000 doppelausstellung: galerie kunsttreppe und galerie im rathausdurchgang
winterthur.


Diverses

arbeitsgebiete:
kunst nach kunst, buch- und andere objekte, druckgraphik, collagen und digitale montagen, initiant der kunstkammer im schloss bartenstein, leiter des eigenart-verlages in winterthur.

hans christian andersen, die prinzessin auf der erbse
...und die erbse kam in die kunstkammer, wo sie heute noch zu sehen ist, wenn niemand sie weggenommen hat.
wahrscheinlich hat niemand die erbse einfach so weggenommen, nein, vielmehr ist sie einfach abhandengekommen, als die tradition der barocken kunstkammer zugunsten der gründung spezialisierter museen aufgelöst wurde. das phantastische, das märchenhafte dieser erbse liess sich weder in der abteilung naturkunde, noch in der kunstgeschichte unterbringen.
seit 1994 jedoch gibt es einen ort, wo sie wieder auftauchen könnte. in der kunstkammer von martin schwarz im schloss bartenstein. dem schweizer künstler, der sein atelier (neben dem in winterthur) in einem seitenflügel hat, wurden freundlicherweise die ehemaligen gesellschaftsräume des schlosses von der fürstenfamilie hohenlohe-bartenstein für ausstellungszwecke zur verfügung gestellt. hier zeigt er seine (neuesten) werke zusammen mit seiner sammlung zeitgenössischer kunst befreundeter und bekannter künstlerinnen.
die grosse anzahl von gemälden, zeichnungen, graphiken, objekten und kleininstallationen wird den besucher staunen machen, ihn empfindsam werden lassen, dass er sich sogar über eine erbse wundern könnte. auf dem aufgetürmten berg der entzauberten und scheinbar so rationalen wirklichkeit thronend, können wir bei einem besuch der kunstkammer vielleicht noch fragen stellen an die natur unserer phantasie, unserer träume und wünsche. die eine oder andere neue idee lässt sich dann sogar mit nach hause nehmen.
wie wenn van gogh das matterhorn gemalt hätte‚ (tagblatt burgdorf, nov. 1999)
der künstler liebt es, werke berühmter maler zu verfremden, oder weiter zu denken. dabei bedient er sich verschiedenster techniken. ob gemalt, gedruckt oder digital bearbeitet, geht es immer um veränderung und innovation. vincent van goghs berühmte sonnenblumen in der form deutlich erkennbar, hat schwarz in der farbe mutiert - sie sind zu schwarze sonnenblumen geworden.
war van gogh in zermatt? eine ganze serie von bildern ist betitelt mit "wie wenn van gogh das matterhorn gemalt hätte". die wirkung der bilder ist verblüffend, denn schwarz benutzt genau die für van gogh typischen farben, und kopiert auch den ausdruckstarken stil. dabei wirkt das sujet des matterhorn irgendwie irritierend, und man möchte beinahe fragen, ob van gogh in zermatt gewesen sei. die form passt sich der botschaft an: schwarz ist ein verwandlungskünstler, sein werk eine dauernde metamorphose. er bedient sich ständig neuer ausdrucksformen. die form passt sich der botschaft an und nicht umgekehrt. dadurch ist der künstler bewusst an keinen stil gebunden. ob schwarz eine madonna von duccio digital bearbeitet oder ein bild von caspar david friedrich
gedanklich parodiert, immer entsteht eine verblüffend neue wirklichkeit. schwarz verfremdet nicht nur bilder sondern auch objekte. bücher verschmelzen sich beispielsweise mit muscheln, und werden so zu bizarren kunstgegenständen.
ausstellung von ideenkunst in der kunstkammer von martin schwarz im schloss bartenstein.