Christiane Ghilardi

Bio

Christiane Ghilardi wurde 1956 in Hamburg geboren. Seit Mitte 1998 lebt sie in Winterthur. Nach dem Abitur im Jahr 1975 folgte „Learning by Doing” auf allen Ebenen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit korrigiert sie Geschriebenes: Künstlerbiografien, Vernissagen- und Broschürentexte, Diplom- und Masterarbeiten sowie Dissertationen. Oder schreibt selber. Zudem berät sie bei Dossierfragen und organisiert Ausstellungen.

Seit 2009 leitet Christiane Ghilardi die Geschäftsstelle der Künstlergruppe Winterthur, ist Mitglied und im Vorstand der Gruppe. Zudem ist sie im Vorstand des Café des Arts Winterthur und Partnerin bei kunstweise.ch. Sie stellt mit den Künstlerinitiativen EchtPunkt und outside-inside aus und bildet mit Don Koko La Fuente das Künstlerduo „CK Schnabeltier“. Sie ist Mitglied der IG Busdepot Deutweg, ehrenamtlich als Alphabetisiererin für Geflüchtete tätig, führt Workshops für Blinde und Sehbehinderte durch und engagiert sich in der IG Hornkuh.

In ihrer künstlerischen Arbeit nimmt Christiane Ghilardi Bezug auf gesellschaftliche und persönliche Fragen. Ihre Werke kreisen um Tiere, Pflanzen und Ökologie - im Mittelpunkt steht das Nutztier Kuh. Dabei kommt so gut wie alles zum Einsatz: Ready-mades, Objets trouvés - kombiniert mit Papiermachee, (Blind)-Zeichnungen, Regen- und Schneeaquarellen, Draht und der Schweizer Armeewolldecke.


Ausstellungen

2017
• Open Doors, CK Schnabeltier (Don Koko La Fuente und Christiane Ghilardi) Fotos und Objekte, Büelholz 4 a, Winterthur
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Sin Fronteras“, Halle 710, Winterthur
• Die Unjurierte, Messehallen, Winterthur

2016
• Open Doors, Doppelausstellung mit Werner Kunz, expolina Technopark, Winterthur
• Jubiläumsausstellung 100 Jahre Künstlergruppe, Halle 1020, Sulzerareal Winterthur
• Gruppenausstellung im Garten Schloss Wülflingen, Winterthur
• Gruppenausstellung mit EchtPunkt, Alte Kaserne, Winterthur
• Gruppenausstellung mit der Künstlergruppe Winterthur „Inspiration Flora“, Villa Flora, Winterthur

2015
• Gruppenausstellung mit der Künstlergruppe Winterthur „Creators’ Choice“, Raiffeisen Kunstforum, Winterthur
• Partizipationsprojekt „Waldputz“, B 15, Skulpturen-Wanderweg Bruderholz, Winterthur
• Kooperationsprojekt mit Kristin Kohler, Garteninstallation, Büelholz 4 a, Winterthur
• Gruppenausstellung mit EchtPunkt, Haus der elektronischen Künste / Salon Mondial, Basel
• Gruppenausstellung mit EchtPunkt, Spenglerei, Winterthur
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Schnittkörper“, Altes Stadthaus, Winterthur

2014
• Gruppenausstellung Sternschnäppli, Galerie 16 b, Zürich
• Open Doors, Video „Das Goldene Euter in Winterthur“, Gemeinschaftsprojekt Künstlerduo CK Schnabeltier (mit Don Koko La Fuente), Büelholz 4 a, Winterthur
• Gruppenaussstellung H 14, Kunst ums Schloss „Hortus Conclusus“, Winterthur
• Doppelausstellung mit Martin Schwarz, Galerie 16 b, Zürich
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Outside-Inside“, Altes Stadthaus, Winterthur

2013
• Gruppenausstellung Atelier Sidi, Winterthur
• DESIGNGUT Winterthur
• Open Doors, Büelholz 4 a, Winterthur
• Die Unjurierte, Messehallen, Winterthur
• Depot 195, „Nagelkugeln“, Winterthur
• Gruppenausstellung mit der Künstlergruppe Winterthur „Verstärkung 13“, Raiffeisen Kunstforum, Winterthur
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Feuer“, Altes Stadthaus, Winterthur

2012
• Gruppenausstellung mit der Künstlergruppe Winterthur „Dunkel war’s, der Mond schien helle“, Raiffeisen Kunstforum, Winterthur
• Open Doors, Büelholz 4 a, Winterthur
• Wunderkammer, Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Utopia“, Altes Stadthaus, Winterthur

2011
• Open Doors, Industriestrasse, Winterthur
• Installation „KuH – unter dem Sternenhimmel von Argentinien“, Industriestrasse, Winterthur
• Gruppenausstellung mit outside-inside, „Kantönligeist“, Altes Stadthaus, Winterthur

2010
Gruppenausstellung American Women’s Association, Zürich
Open Doors, Industriestrasse, Winterthur

2009
• Gruppenausstellung Kunsthalle Frauenfeld, Frauenfeld
• Open Doors, Insdustriestrasse, Winterthur
• Die Unjurierte, Messehallen, Winterthur

2008
• Open Doors, Industriestrasse, Winterthur

2007
• Installation C.L.O, Industriestrasse, Winterthur
• Gruppenausstellung in der Galerie Kunsttreppe, Winterthur


Preise & Stipendien

• 2015 Gewinn Plakatentwurf 40. Winterhurer Musikfestwochen
• 2012 Selbst entworfene und gefertigte Schuhe sind das Objekt der Woche in der Wunderkammer des Kunstmuseums Thurgau


Diverses

Christiane Ghilardis Herz schlägt für die Kuh. Deshalb hat sie zwei Filme realisiert:

Das Goldene Euter in Winterthur (in Zusammenarbeit mit Don Koko La Fuente), eine fast poetische Liebeserklärung an die Stadt Winterthur: Das goldene Euter wird auf einem Wägelchen vom Dättnauer Weier quer durch die Stadt Winterthur ins Atelier von Christiane Ghilardi gezogen.

KuHwak. Idee, Drehbuch, Filmerin, Requisite & Illustration: Christiane Ghilardi
Schnitt & Ton: Mia Diener

Coffea arabica ist die älteste bekannte Kaffeepflanze. Sie stammt ursprünglich aus Abessinien, dem heutigen Äthiopien im Nordosten Africas. Ihre Früchte werden seit je her von wild lebenden Tieren gefressen. Heute wird Kaffee rund um den Äquator angebaut und wirtschaftlich genutzt.

Der sog. Katzenkaffee Kopi Luwak aus Indonesien gilt als teuerster Kaffee der Welt. Er wird aus dem Kot der possierlichen Fleckenmusangs gewonnen. Diese werden in engen Käfigen gehalten und fressen nur Rohkaffeebohnen. Sie sind mangelernährt und sterben wesentlich früher als ihre frei lebenden Artgenossen. Tierschützer und weitere sensibilisierte Personenkreise konnten dies nicht länger hinnehmen und suchten nach einem Tier, das Rohkaffeebohnen in einem verträglichen Nahrungsmix zu sich nimmt, dabei keinen Schaden nimmt, und dennoch ein für den Kaffeeliebhaber qualitativ hervorragendes Produkt liefert. Zahlreiche Forschungsergebnisse und Untersuchungen zeigten, dass die Schweizer Bio-Hornkuh für diesen Veredelungsprozess am besten geeignet ist.

Achtung: Es handelt sich bei dem Film um ein Kunstprodukt, voller Wahrheit und Erfundenem. Mehr Informationen zum Thema erteilt Christiane Ghilardi gern auf Anfrage.